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Letzte Aktualisierung am 05.01.2018

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Gemeindebesuch in Lübben- Land und Niewitz ( 24. bis 26. Juni 2011)

Zum zweiten Mal machte ich mich auf nach Lübbenland. Als Junge war ich Teilnehmer der zum erstenmal dort stattfindenden Konfirmandenfreizeit. Zwar waren auch damals die Auseinandersetzung mit christlichen Themen und der Kontakt zu Anderen aus der Partnergemeinde wichtig, aber das für uns organisierte touristische Kompaktprogramm (incl. Berlintour) war letztlich spannender, und Gespräche führte man dann doch am liebsten mit denen, die man aus dem eigenen Konfirmandenunterricht kannte.

17 Jahre später machte ich mich nun als Kirchenältester dorthin auf den Weg. Das war dann doch deutlich anders! Die größte Gemeinsamkeit war der zwar einkalkulierte, jedoch in der Dimension wiederum nicht vorhergesehene Stau auf der A2. Nur wenige der vier Autos kamen rechtzeitig zur Wochenend-Andacht an, dem einzigen offiziellen Programmpunkt des Tages.

Am Samstag wurden dann die Gegensätze zwischen den seit 39 Jahren etablierten Gemeindebesuchen und der damaligen Konfirmandenfreizeit deutlicher: Den zur freien Verfügung stehende Morgen nutzte wohl wirklich keiner der 12 Heiligenkirchnern zu einer Berlintour. Auch eine Bootsfahrt durch den Spreewald hatten schon viele bei vorherigen Besuchen gemacht. Am wichtigsten war das eher unspektakuläre Erzählen mit Leuten, die auch aus der Partnergemeinde mittlerweile schon zu guten Bekannten geworden waren. Die Gruppe, in die ich geraten bin, verband dieses mit einem Spaziergang durch den neuen, äußerst phantasievoll gestalteten Stadtpark. Nur die Besichtigung der Paul-Gerhard-Kirche weckte noch einmal konkret die wenigen aber schönen Erinnerungen an meinen ersten Aufenthalt .

Die Hauptveranstaltungen des Tages fanden in Luckau statt - einem Ort, der eigentlich nicht zur Partnergemeinde gehört und uns Lippern daher recht unbekannt war. Vergleichsweise gelangweilt wäre ich als Konfirmand wohl durch die Gassen geschlurft. Aber als Fazit kann ich vom diesjährigen Besuch nur sagen, dass es lohnenswert war, sich in der gotischen Marktkirche ein barockes Orgelkonzert anzuhören, sich im ursprünglichen Dominikanerkloster plötzlich in der Karl Liebknecht-Gefängniszelle aufzuhalten oder sich wiederum woanders über das Konzept eines Mehrgenerationenhauses aufklären zu lassen.

Zentrales Thema unserer in eben diesem Haus stattfindenden Gesprächsrunde war die Jahreslosung („Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“).

Am Abend konnte draussen vor dem Gemeinschaftshaus in Lubolz das gemeinsame Abendessen stattfinden. Grillgut war reichlich vorhanden. Eine besondere Auswahl an Spreewaldgurken und Detmolder Pilsener gaben dem Essen regionalen Pfiff.

Fern jeglicher Reglementierung, die es zu Konfirmandenzeit nicht zu unrecht noch gegeben hatte, dauerte der schöne Abend noch bis tief in die Nacht.

Einziger Programmpunkt am Sonntag war der in Niewitz stattfindende Abendmahlsgottesdienst. Der anschließende Imbiss fand schon im Zeichen allgemeiner Aufbruchsstimmung statt – leider!
...Und auch meine Fahrgemeinschaft machte  sich dann wieder auf den Heimweg - erstmals  über Leipzig und Kassel.

Neben schönen Erinnerungen haben wir auch vielversprechende Erfahrungen mit der Alternativroute und jede Menge Vorfreude auf das 40 jährige Jubiläumsreffen nach Heiligenkirchen mitgebracht.
 

Christian Fasselt