Seit dem 7.04.2006

Letzte Aktualisierung am 05.01.2018

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August 2008 - Partnerschaft zu Ghana in Stichworten

Partnerschaft in Nordghana

Partnerschaften ändern sich:

Der Partnerschaftsausschuss der Klassen Detmold, Horn und Bösingfeld wurde um die Klasse Blomberg erweitert. Das Partnerschaftsgebiet in Ghana erstreckt sich nun über den gesamten nordöstlichen Landesteil, das Upper
Northern Presbytary.

Hier bei uns fühlen sich mehr Leute zuständig.

In Ghana können mehr Menschen unterstützt werden.

Marktplatz in Nkwanta

Struktur der Partnerschaft:

Forum Ghana:
Ein Gesprächskreis für alle interessierten Gemeindemitglieder

Informationsaustausch

  • Beratung über Anträge und Projekte aus und in Ghana
  • Empfehlungen für die Beschlussfassung des Partnerschaftsausschusses

Partnerschaftsausschuss der Klassen Detmold, Horn, Bösingfeld, Blomberg:
Besteht aus je einem theologischen und einem nicht-theologischen stimmberechtigten Mitglied je Klasse.

  • Berät über Anträge und Projekte und fasst Beschlüsse
  • Wickelt den Schriftverkehr zwischen den Mitgliedern der Partnerschaften ab
  • Verwaltet die Finanzen

Partnerschaftsausschuss der ghanaischen Gemeinden:
Besteht aus Pfarrern, Evangelisten und Kirchenältesten der unterschiedlichen Gemeinden

  • Berät über notwendige Projekte und erstellt
  • Prioritätenlisten
  • Stellt entsprechende Anträge an den lippischen Partnerschaftsausschuss
  • Hält uns über das Fortschreiten bereits bestehender Projekte auf dem Laufenden

Auszug aus dem Reisebericht (März 2005)

Zu den Berichten: In Odomi heißt „wir“ Susanne Reckmeier, Andres Wagner, Udo Süthoff und Katja Lübker, in Tamale, Bolgatanga und Najong Susanne Reckmeier, Melanie Mauß, Sabine Mellies und Katja Lübker

Markttreiben am Fähranleger

Gemeindeglieder in Najong

Odomi, eine Gemeinde ca. eine dreiviertel Stunde Autofahrt bei gutem Wetter von Nkwanta entfernt.
Es ist Sonntagnachmittag als wir ankommen und das Dorf scheint menschenleer. Das ändert sich – wie immer bei unserem Auftauchen - innerhalb von Minuten. Die Kinder sind die ersten die sich vorsichtig herantasten, dann kommen die Männer, begrüßen uns und führen uns zum Dorfplatz. Dort werden aus dem Nichts zwanzig Plastikstühle, Typ Monoblock, um den großen Mangobaum aufgestellt, wir setzen uns. Dann kommt das Begrüßungsritual des Wassertrinkens, eine heikle Sache für europäische Mägen wenn nicht ganz klar ist, woher das Wasser stammt oder gerade wenn das klar ist. Freundlicherweise übernimmt Lovelace Mensah, Begleiter, Organisator und auch sonst ein Multitalent das Trinken, Ausspucken und Wegschütten für uns. Nachdem die ersten Worte der Begrüßung und des Dankes von allen Seiten gesprochen sind, fühlen Susanne und ich uns nicht mehr so alleine, die Frauen des Dorfes versammeln sich auf den hinteren Rängen…

Die Gemeinde hat engagierte Mitarbeiter und ein junges, ehrgeiziges Führungsteam. Ihr vordringlichstes Ziel ist die Errichtung einer kleinen Kirche. Die Gräben für die Fundamente sind ausgehoben, die ersten Steine in Eigenarbeit gefertigt, die Hütte für den Nachtwächter gebaut und der entsprechende Job vergeben. Bei uns werden die Mischmaschinen übers Wochenende an Kränen hochgezogen, dort werden Menschen eingestellt – die Angst vor Diebstahl ist eine unschöne Sache, die uns eint. Zum großen Glück gibt es viel mehr, viel bessere Dinge, die unsere Gemeinsamkeiten beweisen: Freundschaft, Lachen, Dankbarkeit für Nahrung, Familie, Arbeit und alles umschließend der gemeinsame Glaube.

Auch den Menschen in Odomi ist klar, dass unsere Mittel knapper werden und sie nicht, wie andernorts im Nkwantadistrikt geschehen, im Sand versenkt werden können. Die Gemeinde arbeitet, sie führt Buch und erstattet Bericht über jeden einzelnen Euro der von uns bei ihnen ankommt. Es macht Spaß zu sehen, wie unser Geld dort umgesetzt wird. Es fällt leicht zu sagen „Kommt, gebt noch ein bisschen mehr, euer Geld kommt an, ihr könnt es steuerlich absetzen uns es passiert etwas zweckgebundenes damit das vielen hilft und Freude macht!“ Die Kirche dort gedeiht!

Die offizielle Runde wird bereits nach zwanzig Minuten (!) aufgelöst um die Baustelle genauer zu inspizieren. Auch die Reihen der Frauen werden deutlich lockerer, sie kommen offen und neugierig. Die Verständigung ist mangels vernünftiger Sprachkenntnisse schwierig. Dennoch finden wir heraus wer wie viele Kinder hat, dass der Stoff der Kleider schick ist und können weitere, ähnlich wesentliche Dinge klären.

Fazit: Ein entspannter Besuch in einem anstrengenden Programm, Dank an euch in Odomi!

Weitere Berichte gibt es hier:

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